Über 60 Selbsthilfeorganisationen präsentierten sich Ende Mai beim Hamburger Tag der Selbsthilfe auf dem Rathausmarkt. Mit dabei: die Regionalgruppe Hamburg der Examplose-Selbsthilfe.
„Wir wollten Menschen erreichen, die noch nie von Examplose gehört haben, aber vielleicht selbst unerklärliche Symptome kennen", sagt Matthias, Gruppenleiter in Hamburg. „Und wir wollten Angehörige ansprechen. Für die ist der Weg zu einer Selbsthilfegruppe manchmal noch länger als für Betroffene."
Der Stand der Examplose-Selbsthilfe war einfach gestaltet: ein Roll-up, Broschüren, Kaffee für die Gespräche, Sitzgelegenheiten für längere Nachfragen. Acht Ehrenamtliche der Regionalgruppe wechselten sich im Laufe des Tages ab. Am Nachmittag stellte Matthias in einem Kurzvortrag die Arbeit der Examplose-Selbsthilfe vor und beantwortete Fragen aus dem Publikum.
Zahlen des Tages: rund 120 intensive Gespräche, vier Interessierte, die kurzfristig zum nächsten Treffen der Regionalgruppe kommen wollen, und zwei neue Mitglieder für den Verein. „Das Wichtigste an so einem Tag lässt sich aber nicht in Zahlen fassen", meint Matthias. „Es sind die Menschen, die stehen bleiben und sagen: Ich habe das schon lange, aber ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Wenn diese Gespräche stattfinden, hat sich der Tag gelohnt."
Auch andere Regionalgruppen der Examplose-Selbsthilfe sind bei Tagen der Selbsthilfe in ihren Städten vertreten. Wer sich als Gruppe zum ersten Mal an einem solchen Termin beteiligen möchte, findet in der Geschäftsstelle Unterstützung mit Materialien, Standdesign und praktischen Tipps.